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Neue Strompreise ab 01.03.2012 mit Preisgarantie bis Ende 2012

Ausgangssituation

Die Strompreise der Stadtwerke Bielefeld bleiben auch nach der Tarifanpassung weiterhin günstig. So liegt unser EnerBest Strom-Tarif (Grundversorgung) im Vergleich der 50 größten deutschen Städte aktuell auf Platz drei. Auch nach der Erhöhung zum 1. März 2012 werden die Stadtwerke Bielefeld zu den zehn günstigsten Grundversorgern gehören.

Die Strompreise in den größten 50 Städten variieren aufgrund der unterschiedlichen Netzentgelte, der je nach Größe der Stadt unterschiedlichen Konzessionsabgabe und den unterschiedlichen Strombeschaffungskosten, die jedoch nur rd. 30 % des Gesamtpreises ausmachen. Die günstigen Preise der Stadtwerke Bielefeld sind in erster Linie darauf zurückzuführen, dass wir auf einen hohen Anteil an eigenerzeugtem Strom zugreifen können und somit nicht von der Börsenpreisentwicklung abhängig sind. Aus diesem Grund mussten die Stadtwerke Bielefeld im Gegesatz zu vielen anderen Versorgern die starken Preissteigerungen an der Deutschen Strombörse bis Mitte 2008 nie an ihre Haushaltskunden weitergeben. Dadurch konnten die Stadtwerke Bielefeld stets wettbewerbsfähige Preise anbieten.

Preisanpassung

Nach mehr als zwölf Monaten Preisstabilität müssen die Stadtwerke Bielefeld die Strompreise um 5 % erhöhen. Dies entspricht 1,15 Cent/kWh netto. Die Kosten für einen durchschnittlichen Kunden mit Jahresverbrauch von 2.800 kWh erhöhen sich damit um 3,20 Euro pro Monat. Der Grundpreis bleibt unverändert stabil. Steigen müssen auch die Strompreise für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen.

Als Hauptursachen für die Preisanpassung sind vor allem der Anstieg der Primärenergiekosten für z.B. Kohle, aber auch gesetzlich bedingte Kosten und neue Umlagen zu nennen. So beeinflusst die bereits ab dem 1. Januar 2012 bundesweit gültige neue Stromnetzentgeltverordnung die Strompreise. Hiernach werden stromintensive Industrieunternehmen (Jahresverbrauch über 10 Gigawattstunden und über 7.000 Betriebsstunden) von den Netzentgelten befreit. Die fehlenden Einnahmen werden bundesweit auf die verbleibenden Kunden umgelegt und sorgen so für steigende Strompreise. Außerdem steigt die EEG-Umlage weiter - wenn auch in diesem Jahr eher moderat. Alle Kosten zusammen belasten die Stadtwerke bereits ab 1. Januar 2012.

 

Grundversorgungstarif EnerBest Strom bis Februar 2012

gültig ab 1. Februar 2011

Gültig bei einem Jahresverbrauch Jährlicher Grundpreis brutto Jährlicher Grundpreis netto Arbeitspreis Cent/kWh brutto Arbeitspreis Cent/kWh netto
bis 2.000 kWh/a 58,29 € 48,98 € 24,13 Cent 20,28 Cent
über 2.000 kWh/a 121,26 € 101,90 € 20,98 Cent 17,63 Cent

EnerBest Strom neu ab 01.03.2012

gültig ab 1. März 2012

Gültig bei einem Jahresverbrauch Jährlicher Grundpreis brutto Jährlicher Grundpreis netto Arbeitspreis Cent/kWh brutto Arbeitspreis Cent/kWh netto
bis 2.000 kWh/a 58,29 € 48,98 € 25,50 Cent 21,43 Cent
über 2.000 kWh/a 121,26 € 101,90 € 22,35 Cent 18,78 Cent

Es bleibt dabei: Unsere fairen Tarife sind auf die Anforderungen unserer Privatkundinnen und -kunden zugeschnitten. Weil sie mit der Bestabrechnung den individuellen Verbrauch berücksichtigen und zusätzlich umfassende Serviceleistungen bieten - von der sicheren Rund-um-die-Uhr-Versorgung bis zur persönlichen Beratung vor Ort.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Welche Bestandteile hat der Strompreis?
Die Strompreise für Haushalte setzen sich bundesweit - und natürlich auch in Bielefeld - im wesentlichen aus Steuern und Abgaben, Netzentgelten sowie den Kosten für Energiebeschaffung, Kundenservice und Abrechnung zusammen. Natürlich ist im Strompreis auch eine Gewinnmarge enthalten.

Welche Steuern und Abgaben enthält der Strompreis?
Was Autofahrer beim Benzinpreis schon lange wissen, gilt zwischenzeitlich auch für den Strompreis: 47 % beträgt der Anteil für Steuern und Abgaben.

Strom- und Mehrwertsteuer, die Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), die Konzessionsabgabe und die neue Umlage zur Netzentgelt-Entlastung für stromintensive Industrien führen zu diesem immensen Staatsanteil. Dabei sind allein die Steuern und Abgaben beim Strom zwischen 1998 und 2011 um mehr als 150 Prozent gestiegen. Allein in 2011 ist die EEG-Umlage um 70 Prozent bzw. 1,48 Cent/kWh gestiegen.

Wieviel Euro pro Jahr zahlen die Stromkunden für Steuern und Abgaben?
Bei einem durschnittlichen Haushaltskundenmit einem Stromverbrauch von 2.800 kWh/a beträgt der Anteil für Steuern und Abgaben rund 350,- Euro pro Jahr.

Welche Preisbestandteile können die Stadtwerke beeinflussen?
In der folgenden Grafik sind alle Bestandteile des Strompreises in %-Anteilen dargestellt:

Anteil Steuern, Abgaben und sonstiger Belastungen am Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt

Grafik: Anteil an Steuern, Abgaben und sonstigen Belastungen am Strompreis

 

 

 

Rund 70 % des Strompreises sind damit von den Stadtwerken nicht beeinflussbar. Denn neben Steuern und Abgaben unterliegen auch die Netzentgelte ausschließlich staatlichen Vorgaben, konkret durch die Bundesnetzagentur.

Lediglich rd. 30 % sind von den Stadtwerken beeinflussbar. Darin sind aber wesentliche Kosten wie Energieeinkauf, Vertrieb, Kundenbetreuung und Abrechnung enthalten.