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Vorsicht an der Haustür!

Vorsicht bei Geschäften an der Haustür. | Foto: istockphoto.com/killerb10

Plakate und Handzettel warnen vor Trickbetrügern an der Haustür

Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht über dreiste Trickbetrüger gesprochen und in den Medien berichtet wird. Polizei, Verbraucherzentrale und auch die Stadtwerke werden beinahe täglich über unlautere Haustürgeschäfte von aufmerksamen Bielefelderinnen und Bielefeldern informiert. Die Bielefelder Verbraucherzentrale, Polizei und die Stadtwerke starten daher jetzt eine vorbeugende Gemeinschaftsaktion unter dem Motto „Vorsicht an der Haustür“.

Plakate, die vor den Trickbetrügern und ihren Machenschaften warnen, hängen ab sofort in den Bussen und Stadtbahnen von moBiel aus und sind in zahlreichen städtischen Einrichtungen, in Altenheimen und Wohnkomplexen - zum Beispiel von der BGW - zu finden. Außerdem liegen in den Serviceeinrichtungen der Unternehmensgruppe Stadtwerke Bielefeld Handzettel zu diesem Thema aus. Den Handzettel können Sie rechts herunterladen, genauso wie die Plakate. Diese wurden nicht nur in deutscher, sondern auch in türkischer und russischer Sprache erstellt, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.

Die Plakate und Handzettel enthalten ganz praktische Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern, die sich zum Beispiel als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale oder der Stadtwerke Bielefeld ausgeben, und vor allen unangekündigten Verkäufern an Haustür, Telefon oder auf der Straße schützen können.

Tipps für Ihr Verhalten, wenn Sie angesprochen werden:

  • Seriöse Unternehmen kündigen sich immer an.
  • Bei geringsten Zweifeln lassen Sie die Tür zu und lehnen alle Angebote ab.
  • Notieren Sie Name und Firma sowie die Uhrzeit des Gesprächs.
  • Benachrichtigen Sie ggf. die Polizei.

Falls Sie doch getäuscht wurden:

  • Widerrufen Sie den Vertrag innerhalb von 14 Tagen oder
  • fechten Sie den Vertrag aufgrund arglistiger Täuschung an. Die Verbraucherzentrale hilft Ihnen dabei.
  • Erstatten Sie Strafanzeige wegen Betrugs, Nötigung oder Hausfriedensbruch.

So schützen Sie sich gegen Trickbetrug und Trickdiebstahl:

  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür an (Türspion, Blick aus dem Fenster). Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, nutzen Sie eine Türsprechanlage.
  • Lassen Sie sich immer Personalausweis, Reisegewerbekarte und die Bescheinigung des Auftraggebers zeigen.
  • Fordern Sie von Personen, die angeben von einer Behörde zu sein, den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (Druck, Foto, Stempel).
  • Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie bei der Behörde nach, bevor Sie die Person einlassen. Suchen Sie die Telefonnummer möglichst selbst heraus.
  • Ziehen Sie bei unbekannten Besuchern Angehörige oder Nachbarn hinzu.
  • Schließen Sie nie unbedacht Verträge an der Haustür, am Telefon oder auf der Straße ab. Geben Sie sich vorher immer Bedenkzeit und lassen sich unabhängig beraten.
  • Geben Sie auch für ein vermeintliches Angebot nie konkrete Daten wie z. B. Zählernummern und schon gar nicht Ihre Bankverbindung preis.
  • Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden unter der Notrufnummer 110.